Suche

Bookmark and Share

Futonbetten

Futonbett Seiten

29. Aug. 2009

Hand aufs Herz und ein jeder möge für sich die Frage beantworten. Wann werden Schlafzimmer Betten oder ein herkömmliches Polsterbett zu einem Designerbett? Was ist das überhaupt und was braucht es um sich Besitzer von einem Designerbett nennen zu dürfen. Es gibt natürlich die Klassiker von B&B Italia. Mittlerweile B&A Italia genannt. Aber geht es nicht auch einfacher? Muss ich Unmengen Geld über die Ladentheke legen oder kann man auch günstig ein Designerbett kaufen? Möglicherweise selber machen. Reduzierte Schlafzimmer Betten wie z.B. ein Futonbett gehen schon stark in diese Richtung, da einfach sehr wenig dran ist. Reduziert eben, kein Schnörkel und eher einfach gehalten. So wie das japanische Futonbett eben ist. 

Eine Kombination aus Naturmatratzen und Tatami Matten bildet wohl die einfachste Form um zu einem Designerbett zu gelangen. Kein Lattenrost, kein Bettgestell oder Bettrahmen stören die Optik. Die niedrige, nahe am Boden positionierte Schlafform bricht nicht den Raum durch ein weiteres Möbel. Am Morgen kann man das Futonbett zusammenrollen und übrig bleiben nur die optisch ansprechenden Tatami Matten. Mehr braucht ein Designerbett eigentlich nicht. Auch nicht als Doppelbetten.

Kann man doch nicht ganz auf ein Bettgestell oder Bettrahmen verzichten, muss das Designerbett auch mit einem Lattenrost ausgestattet werden. Unabhängig davon, ob man jetzt Naturmatratzen oder ein Polsterbett präferiert. Großer Wahrscheinlichkeit nach haben wohl nicht wenige etwas edles oder außergewöhnliches im Sinne, wenn von einem Designerbett die Rede ist. Möchte man sich aber auf seine eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten ein Bett zu gestalten beschränken, kommen nicht viele Wege in Frage. Besitzt man schon einen Bettrahmen oder ein Bettgestell, kann man mit ein wenig Farbe und kleinen Um- und Anbauten normale Schlafzimmer Betten zu einem Designerbett umgestalten. Möchte man die Schlafform ändern kauft man sich eine andere Unterlage, wie z.B. ein Futonbett dazu. Kann man gut mit Stoffen umgehen, lässt sich ein Polsterbett mit schönen Stoffen und einem Tacker oder Textilkleber ebenso zu einem Designerbett gestalten, wie Holzbetten oder Doppelbetten mit einer Bettmatratze.

 Schauen wir also!

7. Mai. 2009

Ein Futonbett ist nicht mit herkömmlichen Schlafzimmer Betten wie Doppelbetten zu vergleichen. Es ist auch bestimmt keine neumodische Erscheinung oder gar ein Designerbett. Möchte man ein Futonbett in unserer uns geläufigen Sprache benennen, würde man wohl eher von Naturmatratzen sprechen, die eine Jahrhunderte alte Tradition im Back Up haben. In seinem Herkunftsland Japan, ist Futon nichts weiter als das Wort für Decke, die aber als Schlafunterlage dient. Im Gegensatz zu klassischen Holzbetten, welche einen Bettrahmen besitzen, ist das Futonbett aber ein an Fuß- und Kopfende offenes Bett ohne jegliches Bettgestell. Sie wird direkt auf die in Japan weit verbreiteten Tatami Matten gelegt. Diese spielen im  japanischen Raummaß und somit nicht nur in der japanischen Architektur eine wichtige Rolle. Nicht zuletzt basieren Raummaße in Wohnhäusern auf das Maß der Tatami Matten und bilden ein vielfaches davon. Das Futonbett an sich bedarf intensiver Pflege und täglicher Lüftung. Denn anders als eine normale Bettmatratze, besteht das traditionelle Futonbett aus mehreren Schichten Baumwolle, die zusätzlich einen härteren Kern, z.B. Kokosfasern, beinhalten darf. Nach dem täglichen Lüften ist es wichtig, dass das Futonbett zusammengelegt oder besser eingerollt wird, damit sich die Schichten wieder ausgleichen können. Da es sich um eine natürliche Füllung handelt, deswegen der Bezug zu Naturmatratzen, fehlt die erforderliche Flexibilität des Füllstoffs wie es z.B. Matratzen von herkömmlichen Schfalzimmer Betten gewährleisten. Das so genannte “Shikibuton“ wie das Futonbett auch genannt wird, ist wesentlich dünner als eine Bettmatratze. Die Kombination mit Tatami Matten ist daher ideal, da die Tatamis nicht so hart sind wie ein normaler Fußboden und das Futonbett direkt auf diese drauf gelegt werden kann ohne eine besondere Härteempfindung beim Schlafenden zu hinterlassen. Die tägliche Pflege durch das Einrollen des Futonbett, kommt den engen Wohnraumverhältnissen in japanischen Wohnhäusern zu Gute, da sich ein leichtes verstauen sehr gut bewerkstelligen lässt.

In der westlichen Welt hat sich die Bezeichnung vom Futonbett ein wenig von der ursprünglichen Bedeutung abgewandelt und ist zu einer Mixtur aus Doppelbetten im Bettgestell und dem eigentlichen Futon geworden. Da eine fest verwurzelte Tatami Tradition fehlt, wird das Futonbett auf einem sehr niedrigen Bettrahmen oder Lattenrost installiert um so dem Konzept von in der Nähe des Fußbodens  schlafen, gerecht zu werden. Während die japanische Schlafkultur durch das Futonbett ihre Traditionen beibehält, änderte sich diese in unseren Landen. Der Vorläufer der Bettmatratze bestand hauptsächlich aus Säcken, die mit Heu, Federn, Schilf, Wolle oder anderen Pflanzenfasern gefüllt waren. Wobei Federn oder Wolle eher ein  Luxus waren. Das normale Volk musste mit Schilf oder Stroh gefüllten Säcken vorlieb nehmen.

Auch die Füllung des Futonbetts wurde europäisiert. Zu der in Japan ausschließlich mit Baumwollschichten gefüllten Form, komponierte man hier Einlagen wie Kokosfasern, Rosshaar oder Schurwolle hinzu um weiteren Anforderungen an Weichheit oder Pflegeintensität gerecht zu werden. Ein Designerbett oder ein Polsterbett ist es deshalb noch nicht, aber ein traditionelles japanisches Futonbett eben auch nicht mehr.

 

Futonbett Anzeigen

Futonbett Tags

Links